Unterkonstruktion Trockenbaudecke

Nach allen theoretischen Überlegungen und Entscheidungen die wir so treffen mussten während der Bauphase und Planung, stand in dieser Woche eine praktische Übung an – der Bau der Unterkonstruktion für unsere Trockenbaudecke im Allraum der Wohnküche.

Klingt total einfach und schnell erledigt, aber bei ca. 55 m² ist das dann doch eine ganze Menge Material was da an die Decke muss. An die Decke ist leider auch das Stichwort, handelt es sich bei dieser doch um eine Betondecke. Also hatten wir uns da schon drauf eingestellt ordentlich mit Schlagbohrer und Hammer zu arbeiten, weshalb wir froh waren das man ja erst einmal mit den Wandprofilen anfängt. In eine Wand zu bohren ist halt deutlich einfacher wie unter der Decke, vor allem weil dort ja auch keine Stahlarmierung enthalten ist.
Also haben wir uns dran gemacht die passende Höhe für die Profile an den Wänden anzuzeichnen. Parallel zu uns waren in dieser Woche auch die Trockenbauer unserer Baufirma im Haus, um die Dachschrägen zu verkleiden. Nett wie die Jungs waren, haben sie uns dann auch direkt ihren Laser ausgeliehen, damit wir auch überall die selbe Höhe haben. Ein schönes Spielzeug, einmal in die Mitte des Raumes aufgestellt, auf die Höhe gebracht und dann überall an den Wänden anzeichnen – Fertig.

Kaum hatten wir also den Laser im Raum stehen, stand der nette Handwerker auch wieder neben uns und drückte uns ein Bolzenschussgerät in die Hand.

Bolzenschussgerät

Damit spart ihr euch viel Zeit sprach er und demonstrierte kurz wie das Ding funktioniert. Eine wahre Höllenmaschine sage ich euch, aber sie spart wirklich eine Menge an Zeit und Arbeit. Mit dem Ding hatten wir die kompletten Wandprofile in der Zeit dran, wo wir wahrscheinlich ansonsten gerade mal die ersten Löcher gebohrt hätten.

Im Anschluss machten wir uns dann daran die Abhänger an die Decke zu bringen. Das will natürlich gut überlegt sein, damit man die nicht genau dahin schraubt wo später ein Profil lang läuft, bzw. eine Kreuzverbindung der Konterlattung entstehen würde. Wir waren also noch in der Überlegung wie wir das machen wollen, als auch schon der nette Handwerker wieder neben uns Stand und meinte Die Abhänger könnt ihr auch damit anschießen.
Wir haben glaube erst uns und dann ihn ungläubig angeschaut, weil wir uns das in der Betondecke irgendwie nicht  vorstellen konnten. Er bestätigte es uns noch mal, dass das gar kein Problem sei und ließ uns noch ein paar Magazine für die Höllenmaschine da. Also haben wir dem Profi mal geglaubt und uns ans Werk gemacht. Was soll ich sagen – Es funktioniert! Und wie es funktioniert. Ruck zuck hatten wir den Teil in der Küche fertig, was immerhin 13 m² sind. In der Zeit hätten wir wahrscheinlich gerade mal die Bohrlöcher angezeichnet. Der Hammer, wirklich.
So ging es dann also munter weiter durch den Raum, bis wir nach zwei Tagen damit fertig waren.

Anschließend hieß es dann also die Profile an die Decke zu bringen. In der Küche war das noch schön einfach, weil dort die Profile länger waren, wie die Küche breit. Also ein klein wenig kappen und ab auf die Wandprofile.

Küche

Selbiges haben wir dann auf der Wohnzimmerseite gemacht, nur das hier die Profile ein klein wenig verlängert werden mussten. Ist aber bei den Aluprofilen gar kein Profil, gibt es dafür doch spezielle Verbinder. Einfache Technik, gutes Ergebnis. Da das verlängerte Stück nicht so lang war, konnten wir diese Profile also auch schon unter die Decke befördern. Somit waren schon mal 2/3 der Decke mit einer Lage der Profile versehen.
Da der Essbereich in der Mitte durch den Erker wesentlich größer ist, haben wir diesen erste einmal ausgespart und in der Küche mit der Konterlattung begonnen. Man kann es sich kaum vorstellen wenn man das Material in der Hand hat, aber sobald es an der Decke ist, mit den Kreuzverbindern verbunden ist, ist es stabil wie sonst was. Klar es soll ja später auch die kompletten Rigipsplatten dauerhaft halten, aber trotzdem ist es schwierig sich das vorzustellen. Aber es hält definitiv, da konnte man dran rütteln ohne das sich etwas verschoben hat, ja selbst dran hängen war kein Problem.

So ging es dann die nächsten Stunden und Tage weiter durch den gesamten Raum, bis die komplette Konstruktion fertig war. Ein klein wenig verkalkuliert hatten wir uns mit den Profilen, weshalb wir noch mal welche nachholen mussten, da wir diese ja auch noch für das Gäste-WC brauchten.

Da der Putz im Deckenbereich noch nicht trocken genug war, haben wir die Rigipsplatten noch nicht an die Profile geschraubt und dies auf das nächste Jahr verschoben. Dazu gibts dann auch noch mal einen Beitrag.

Entscheidung Fußboden

Da wir die Fußböden und Wandgestaltung in Eigenleistung machen wollen bzw. müssen, haben wir uns die letzten Wochen verstärkt eben genau mit den Themen beschäftigt. Jetzt nicht unbedingt weil es schon sein müsste, sondern weil Fußböden auch einen großen Posten in der Finanzierung darstellen können.

Da uns aufgrund unserer beiden Kinder die Schadstofffreiheit der Fußböden sehr am Herzen liegt, war für uns klar dass es hier nicht unbedingt ein Nullachtfünfzehn Laminat werden würde. Ich für meinen Teil bin hier sowieso nicht der große Laminat Fan, was wahrscheinlich unserer aktuellen Mietwohnung geschuldet ist, wo das Laminat dermaßen schlecht verlegt ist, dass es einem schon vom Anschauen weh tut. Daher war Laminat an sich erst einmal raus und wäre quasi im Notfall in Frage gekommen. Teppichboden kam für meine Frau nicht in Frage, was die Auswahl weiter einschränkte. So blieben folgende Punkte übrig.

  • Kork
  • Vinyl
  • Fliesen
  • Parkett bzw. Holzböden

Wir hatten uns ein wenig auf Fliesen in Holzoptik eingeschossen, da mir Holz an sich am Besten gefallen hätte, meine Frau aber kein Holz haben wollte. Somit sind hier ein paar Wochen ins Land gegangen, bis wir uns bei einem örtlichen Händler dann doch mal Holzböden angeschaut haben. Hier hätten wir dann auch gleich noch die Möglichkeit gehabt uns Korkböden für die Kinderzimmer anzuschauen.

Letztendlich wollte es dann der Zufall das meine Frau sich gleich in den zweiten Böden verliebt hatte. Jetzt ist es also doch ein Holzboden geworden, was sie eigentlich ja nicht haben wollte. Mir kommt es sehr entgegen weil ich die Wärme die ein Holzboden ausstrahlt schon immer sympatisch war.

Geworden ist es jetzt ein Dielenboden aus Eiche, welcher zur Zeit noch neutral geölt wird um den natürlichen Farbton zu erhalten. Dieser Fußboden ist jetzt für das gesamte Haus, abgesehen vom Haustechnikraum und den beiden Bädern vorgesehen. Es ist mit Sicherheit nicht der günstigste Boden, aber liegt mit dem Preis pro Quadratmeter immer noch unter dem Preis den wir für einen Fliesenboden in Holzoptik gezahlt hätten. Weiterhin ist er auch noch strapazierfähiger wie ein Fliesenboden und von der Theorie her auch langlebiger.